Rüsselsheim. So können Fahrer über ihr Smartphone von überall auf den Wagen zugreifen, Ölstand oder Reifendruck überprüfen, die Türen verriegeln oder kommende Ziele an das Navi senden. Die Werkstatt kann über eine Fernabfrage die wichtigsten Diagnosedaten abrufen. Wird der Wagen als gestohlen gemeldet, hilft das System der Polizei bei der Suche. Bei einer Panne schickt das Servicecenter auf Knopfdruck einen Helfer. Und wer seine Schlüssel verliert oder vergisst, kann sich über das Handy identifizieren und OnStar entriegelt die Türen. Herzstück ist ein LTE-Router, der mit der Fahrzeugelektronik vernetzt ist. So kann er nicht nur Unfälle erkennen, sondern auch die Diagnose- und Remote-Funktionen übernehmen. Außerdem ist er ein WLAN-Hotspot für bis zu sieben Endgeräte und macht den Opel zum mobilen Internetcafé. Den Service übernimmt ein Callcenter, das den Kunden die nötige Unterstützung geben soll. General Motors hat mit OnStar bereits Erfahrung. Zwar fand man in Europa beim ersten Anlauf in den 90er-Jahren nur wenige Kunden. Doch in den USA, Kanada, Mexiko und China ist OnStar mit etwa sieben Millionen Teilnehmern der Marktführer, meldet Opel. Deshalb haben die Callcenter gut zu tun: Am Tag werden rund 185.000 Anrufe beantwortet.
Telematikdienst
Opel bringt OnStar wieder online
Opel bringt den Telematikdienst OnStar zurück: Ab Sommer 2015 wollen die Hessen nahezu alle Neuwagen serienmäßig mit dem System ausrüsten. Das sei ein großer Schritt hin zu mehr Connectivity, sagt Firmenchef Karl-Thomas Neumann. Mit OnStar kommt Opel der EU-Vorgabe für das elektronische Notrufsystem eCall zuvor. „Aber wir bieten mit OnStar deutlich mehr als den automatischen Notruf und den Kontakt zu einem Notfallhelfer“, sagt Neumann.