Frankfurt/Main. Der wdk begründet seine optimistische Wachstumsprognose zum einen mit der positiven wirtschaftlichen Grundstimmung: Stärkeres Wachstum, hohe Beschäftigungsquote und steigende Löhne – all das führe zu einer optimistischen Konsumeinschätzung, heißt es beim Industrieverband. Zum anderen erwartet der Verband einen Nachholeffekt nach dem schwachen Vorjahr, in dem Autofahrer den nötigen Reifenwechsel oft aufgeschoben hätten, weshalb nun viele Reifen aufgebraucht seien. Dazu trage bei Winterreifen auch die warme Witterung der vergangenen Monate bei, die die Abnutzung erhöht habe. Die größeren Zuwächse erwartet der wdk allerdings im Sommerreifenersatzgeschäft. Dieses war 2013 mit minus 10,4 Prozent auch stärker zurückgegangen als das Winterreifengeschäft, das vor allem wegen eines extrem schwachen Dezembers 3,5 Prozent eingebüßt hatte. Der Absatzrückgang betraf im vergangenen Jahr den gesamten europäischen Markt, mit einem Prozent fiel das Minus aber geringer aus als hierzulande (minus 6,8 Prozent). In Europa schwächelten neben dem deutschen Markt vor allem Südeuropas Krisenstaaten. Im Januar 2014 ging es in Deutschland nun bereits ein Stück weit bergauf. Bei Pkw-Reifen lag der Absatz 1,2 Prozent im Plus. Allerdings lief das Geschäft im Vergleichsmonat Januar 2013 ausgesprochen schlecht, damals hatte der Absatz 26,1 Prozent im Minus gelegen.
Absatzplus erwartet
Optimistisch ins neue Jahr
Die Reifenindustrie erwartet für das laufende Jahr ein deutliches Absatzplus im Ersatzgeschäft in Deutschland. Für Pkw-Reifen soll es rund sieben Prozent nach oben gehen, erklärte der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk). Offroad-Reifen bezieht die Prognose mit ein. Der Reifenfachhandel ist weniger optimistisch und geht nur von einem Plus von zwei Prozent aus, wie der Branchenverband BRV mitteilt.