New York/ Peking. Nicht ohne Grund hat VW New York als Premierenbühne gewählt. Denn erstens ist der Jetta auch in den USA ein Bestseller und kam dort 2013 auf anderthalbmal so viele Zulassungen wie der Passat. Und zweitens will Horn mit der Modellpflege eine Produktoffensive einleiten, die VW bis 2018 doch noch zu den erhofften 800.000 Zulassungen führen und damit den aktuellen Absatz verdoppeln soll. Der neue Jetta soll nicht nur mit Elektronik-Bausteinen wie einem Auffahr-Warner und der Totwinkel- Überwachung punkten, sondern vor allem mehr Effizienz durch eine um zehn Prozent verbesserte Aerodynamik erreichen. Für weniger Abgase bekommt der Golf mit Stufenheck auch einen neuen 150-PS-TDI mit SCR-Katalysator, der als erster Diesel in den USA die LEV-3-Norm erfüllt und obendrein sechs Prozent sparsamer wird. Dass VW vor allem den TDI optimiert, liegt am jüngsten Erfolg der Selbstzünder in den USA: VW, Audi und Porsche kamen 2013 auf über 110.000 Clean-Diesel- Zulassungen und halten damit einen Marktanteil von 79 Prozent. Zwar waren auch die Designer nicht ganz untätig und haben dem Biedermann neue Schürzen spendiert. Doch ihren großen Auftritt hatten sie nicht in New York, sondern in Peking: Dort haben sie mit einer eleganten Coupé-Limousine gezeigt, wie aus dem eher spießigen Stufenheck eine Schönheit werden kann.
Verkaufsschlager Jetta wird sauberer und sicherer
Update des stillen Stars
Er ist unscheinbar, aber erfolgreich: Mit 925.000 Einheiten allein im vergangenen Jahr ist der Jetta das meistverkaufte Modell im VW-Konzern. Damit er das auch bleibt, geht der stille Star im Herbst mit neuen Assistenzsystemen und saubereren Motoren in die zweite Halbzeit. Das hat Michael Horn, Chef von VW of America, auf der Auto Show in New York angekündigt.