München. Klar verfehlt wurden die eigenen Ziele auf der Ergebnisseite. Für das operative Ergebnis (EBIT) hatte sich der Konzern laut Geschäftsbericht acht Prozent Zuwachs vorgenommen. Es reichte aber nur für 0,9 Prozent. Der Konzernjahresüberschuss ging – unter anderem wegen Steuereffekten – sogar leicht zurück.
Euro bremst TÜV Süd
Stepken sprach dennoch von einem guten Jahr: „Wir haben uns im Vergleich zu unseren Wettbewerbern sehr ordentlich geschlagen.“ So sei die bereinigte EBIT-Marge mit 8,8 Prozent fast auf dem Niveau des Vorjahres geblieben und die Zahl der Mitarbeiter erneut deutlich gestiegen. Größter Umsatzbringer war das Industriesegment, das auch am stärksten wuchs. Das zweitgrößte Segment Mobility mit TÜV Süd Auto Service erreichte nur ein unterdurchschnittliches Wachstum. Allerdings betonte der für Mobility zuständige Vorstand Horst Schneider, dass die Zahlen des Segments diverse Gemeinschaftsunternehmen nicht berücksichtigen, da diese nicht konsolidiert werden. Alleine der TÜV Türk habe fast 400 Millionen Euro Umsatz. Aus diesem Engagement stehen dem TÜV Süd in naher Zukunft zudem besonders erfreuliche Ergebnisse ins Haus: 2017 steigt der Anteil an den Gebühren, den der TÜV Türk von seinen Franchisenehmern bekommt, von jetzt sieben auf dann 20 Prozent. Angesichts eines schon jetzt lohnenden Geschäfts sollte die Geldquelle dann sprudeln. Auf das laufende Geschäftsjahr hat das allerdings noch keine Auswirkungen. 2014 erwartet TÜV Süd-Chef Stepken ein Umsatzplus von mehr als 100 Millionen. Dazu werden auch wieder Zukäufe beitragen. Das Geld dafür ist da. Die flüssigen Mittel betrugen zuletzt 245 Millionen Euro.