Frankfurt/Main. Kia baut das Netz neu auf, weil einige Händler der ersten Stunde nicht mehr den Vorstellungen der Marke entsprechen. „Wir haben uns mit den gekündigten Händlern ohne ein einziges Gerichtsverfahren geeinigt. Darauf bin ich stolz“, sagt van Vugt. Als einzige Großstadt ist derzeit noch Stuttgart unbesetzt. Kia sucht weitere Händler vor allem in der Fläche. Am Ende dieser Entwicklung werde die Marke 80 Prozent neue Händler haben. „Das stellt uns vor große Herausforderungen“, so van Vugt. Die neuen Händler müssten geschult und unterstützt werden. Die Marke, die zu Hyundai gehört, hat in den vergangenen Jahren Marktanteile hinzugewonnen, was vor allem dem neuen Design des deutschen Chefgestalters Peter Schreyer und der gestiegenen Qualität zugeschrieben wird. Kia gibt als einziger Hersteller sieben Jahre Garantie. Kritik aus der Händlerschaft an den niedrigen Verrechnungssätzen bei den Garantieleistungen lässt van Vugt nicht gelten: „Die Händler profitieren von der Sieben-Jahre-Garantie, weil sie die Kunden an die Werkstatt bindet.“ Zudem hätten sich dadurch die Restwerte positiv entwickelt. Das erleichtere den Händlern das Neu- und Gebrauchtwagengeschäft. Hinzu komme der Imagegewinn für die Marke.
Zweijährige Wachstumspause
Kia kommt mit Umbau des Netzes voran
Bei Kia schreitet der Umbau des Händlernetzes voran, weshalb sich die Marke eine zweijährige Wachstumspause gönnt. „2016 wollen wir 570 Standorte haben“, sagt Kia-Deutschland-Chef Martin van Vugt. Derzeit seien es 339, die von 232 Händlern betrieben werden. „In diesem Jahr werden 50 bis 60 neue Standorte hinzukommen“, so van Vugt. Ein schnelleres Wachstum des Händlernetzes sei nicht zu managen.