Kronberg. Jüngster Neuzugang in der schnellen Truppe ist der XFR-S Sportbrake, der mit einem 550 PS starken V8-Kompressor zum Eiltransporter wird. Er entwickelt maximal 680 Newtonmeter, beschleunigt den bis zu 1675 Liter fassenden Kombi in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 und ermöglicht bis zu 300 km/h. Dass der 5,0-Liter- Motor schon im Normzyklus 12,7 Liter verbraucht, wird die Kunden kaum stören. Bei einem Grundpreis von 110.450 Euro und damit gut 60.000 Euro mehr als für den Einstiegsdiesel mit 200 PS sind Spritrechnungen nebensächlich. Neben dem schnellen Sportbrake bieten die Briten dem Earl in Eile noch die XF-Limousine als R-Modell mit 510 und als R-S mit 550 PS. Außerdem bauen sie die 550-PS-Version ihres Achtzylinders auch im Flaggschiff XJ ein. Die Absatzerwartungen für die R- und RS-Modelle in den vergleichsweise zivilen Baureihen sind zwar relativ bescheiden. Denn während die Briten beim F-Type für die stärksten Varianten in Deutschland für Cabrio und Coupé auf einen Bestelleingang von knapp 50 Prozent kommen und auch beim XK jedes zweite Auto als R-Modell ausgeliefert wurde, liegt der Anteil dieser Sportvarianten bei XJ und XF nur bei fünf Prozent. Deutschland-Chef Peter Modelhart rechnet für den XFR-S Sportbrake deshalb auch nur mit 20 bis 50 Zulassungen für den Rest des Jahres. „Abgesehen von den Verkäufen spielen diese Modelle eine wichtige Rolle für das Thema Sportlichkeit, das neben dem Design den Markenkern von Jaguar ausmacht“, sagt Modelhart. „Aktuelle Umfragewerte unterstützen diese Aussage und zeigen die Bedeutung der R- und R-S-Modelle.“ Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass offenbar auch die Schwestermarke Land Rover auf den Geschmack gekommen ist: Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll es deshalb noch in diesem Jahr auch den Range Rover Sport erstmals als R-Modell geben.
Werkstuning
Jaguar als Eiltransporter
Jaguar lässt die Muskeln spielen und schärft sein sportliches Image. Dafür setzen die Briten nicht nur auf den F-Type als ersten echten Jaguar- Sportwagen seit 50 Jahren, sondern ähnlich wie Mercedes mit der AMG-Flotte, Audi mit der Quattro GmbH und BMW mit den M-Modellen auch auf sportliche Spitzenversionen der konventionellen Baureihen.