München. Autobauer lieben Carbon: Der Werkstoff ist extrem stabil und leicht. Aber eben auch sehr teuer, weshalb es bisher nur wenige Autos mit kompletter Carbon-Karosserie gibt. Der BMW i3 zählt dazu. Die Unfallforscher des ADAC haben sich nun gefragt: Können Rettungskräfte die Carbon-Hülle dieses Elektroautos nach einem Crash mit eingeklemmten Insassen eigentlich genauso gut knacken wie eine Stahlkarosserie? Im Test zeigte sich, dass sich herkömmliche Schneid- und Spreizwerkzeuge dafür eignen. Retter und Unfallopfer brauchen laut ADAC jedoch Staubschutzmasken, weil die Kohlefaser-Karosserie beim Aufschneiden reißt und splittert und Staub freigesetzt wird.
Bei Unfällen hilft den Einsatzkräften eine Rettungskarte. Dieses Infoblatt gibt den Helfern Hinweise, wo sie am jeweiligen Automodell ihr Werkzeug am besten ansetzen, um Personen aus dem Fahrzeugwrack zu befreien. Die Rettungskarte kann im Internet heruntergeladen werden und gehört hinter die Fahrersonnenblende. (dpa/gem)