München. „Das Thema Onlinemarketing gewinnt grundsätzlich an Bedeutung“, erklärte Peter Lorenzen, Vice President Dealer Sales bei AutoScout24. „Im Gegensatz zu Freien sind Markenhändler oftmals an klare Vorgaben der Hersteller gebunden. Hier zeigt sich, dass die Hersteller nach wie vor sehr stark offline orientiert sind.“ Gerade bei regionaler Händlerwerbung spiele das Internet noch eine untergeordnete Rolle. Die Bandbreite des Marketingmixes der einzelnen Betriebe ist enorm: Zwölf Prozent der Freien gaben im vergangenen Jahr mehr als 80 Prozent ihres Budgets im Netz aus. Allerdings sagten auch 22,4 Prozent der Freien, sie gäben nur ein Prozent oder weniger ihres Budgets für Marketing im Internet aus. Bei den Markenhändlern waren nur 19,1 Prozent so zurückhaltend. Für das laufende Jahr planen 37,9 Prozent der Betriebe ein höheres Online-Marketingbudget. Treiber des Wachstums sind in diesem Zusammenhang die markengebundenen Händler. Bei ihnen wollen 48,6 Prozent das Budget ausweiten, bei den Freien haben dagegen nur 27,2 Prozent Entsprechendes vor. 55,3 Prozent der Betriebe wollen ihr Online-Budget 2014 beibehalten, nur 4,4 Prozent setzen den Rotstift an, wie die Befragung durch Puls Marktforschung ergab.
AutoScout24-Umfrage
Handel gibt mehr Geld für Marketing aus
Deutschlands Autohändler waren 2013 bei den Werbeausgaben spendabler als im Jahr zuvor. Der Anteil der Marketingausgaben am Umsatz stieg von 4,6 auf 5,5 Prozent, wie eine Umfrage im Auftrag von AutoScout24 unter gut 500 Händlern ergab. Jeweils die Hälfte der Teilnehmer waren freie beziehungsweise markengebundene Betriebe. Die Gruppen nutzen ihr Marketingbudget unterschiedlich. So gaben Markenhäuser im Schnitt 19,7 Prozent ihres Werbebudgets für Maßnahmen im Internet aus – ein Anstieg um 0,5 Prozentpunkte. Bei den Freien war der Anteil mit 32,9 Prozent deutlich höher, allerdings ging er um 4,3 Prozentpunkte zurück.