Faro. Technisch sind beide Varianten identisch. Die wichtigste Neuerung im Vergleich zum bisherigen M3 findet sich im Motorraum. Statt eines V8-Motors ist dort nun wieder ein Reihensechszylinder mit drei Liter Hubraum eingepflanzt. Doch während der bisherige, großvolumige Motor 420 PS leistete, entwickelt das neue, mit zwei Turboladern bestückte Aggregat 431 PS und erreicht ein Drehmoment von 550 Newtonmetern. Die Zahlen stehen für ein nahezu explosionsartiges Fahrverhalten: Das Auto beschleunigt in 4,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht ein Spitzentempo von 250 km/h. Wer mit bis zu 280 km/h unterwegs sein will, muss das aufpreispflichtige „M Drivers Package“ bestellen, das obendrein einen speziellen Fahrlehrgang beinhaltet. Zu den technischen Besonderheiten der neuen M-Modelle zählen eine erstmals aus Carbon gefertigte Gelenkwelle vom Getriebe zur Hinterachse, ein Carbon-Dach und beim Coupé auch noch eine Heckklappe aus einem Carbon- Kunststoff-Materialmix – allesamt Maßnahmen, um das Gewicht zu drücken. Fahrfertig wiegen die Autos gut 1500 Kilogramm und haben damit 80 Kilo abgespeckt. Die fünfte M3-Generation kostet mindestens 71.500 Euro, der erstmals angebotene M4 ist ab 72.200 Euro zu haben.
BMW splittet die sportliche Mittelklasse auf
M wie Maximalkraft
Wenn aus Alltagsautos plötzlich Sportwagen werden, dann sprechen die Hersteller gern vom Spagat, der ihnen mal wieder gelungen sei. BMW macht da keine Ausnahme, wenn es um die neuen Brachial-Typen M3 (Limousine) und M4 (Coupé) geht. Bei BMW-Entwicklungsvorstand Herbert Diess hört sich das dann so an: „Die Rennstreckentauglichkeit war das wichtigste Entwicklungsziel, und das zweite zentrale Entwicklungsziel war eine hohe Alltagstauglichkeit.“ Beide Ziele wurden erreicht, das lässt sich nach den Testfahrten sagen, zu denen BMW auf eine Rennstrecke nach Südportugal lud.