London. Der Leichtbau ermöglicht einen imposanten Spagat: Während die sportlichste XE-Variante auf ein Spitzentempo von mehr als 300 km/h kommen soll, stellt Jaguar für den sparsamsten Diesel einen CO2-Ausstoß von 99 Gramm je Kilometer in Aussicht. Dazu gibt es zeitgemäße Assistenzsysteme, ein Head-up-Display und ein vernetztes Infotainmentsystem. Speth zielt mit dem XE vor allem auf Wettbewerber wie die C-Klasse von Mercedes, den BMW Dreier und den Audi A4, die insbesondere in Europa wenig Platz für Konkurrenten lassen. Dennoch gehen die Briten fest davon aus, dass der XE schnell zum meistverkauften Modell ihrer Marke wird. Während der glücklose X-Type nur ein aufgehübschter Ford Mondeo war, wurde der XE von Grund auf neu entwickelt, auf einem „weißen Blatt Papier“ (Speth). Er steht auf einer neuen Plattform und fährt als Erster mit Motoren aus der Ingenium-Familie. Die Investitionen in den XE, einschließlich des Ausbaus der bislang vor allem von Land Rover belegten Fabrik in Solihull, addieren sich auf rund 2,5 Milliarden Euro.
Jaguar
Der Baby-Jag setzt auf Leichtigkeit und Eleganz
Nachdem Jaguar seinen Absatz im vergangenen Jahr um 42 Prozent gesteigert hat, krönen die Briten ihr Comeback unter der Regie des Tata-Konzerns nun mit dem XE. Das künftige Einstiegsmodell, das seine Publikumspremiere in Paris feierte und im Sommer ab 36.500 Euro in den Handel kommt, markiert für Firmenchef Ralf Speth „das Herz der britischen Automobilbau-Renaissance“. Es gilt ihm als Blaupause für alle kommenden Jaguar- Neuheiten. Nicht nur wegen des eleganten Designs, auch wegen der Karosserie aus Aluminium sei der XE wegweisend.