Garching. BMW treibt die Elektrifizierung seiner Baureihen weiter voran. Nach i8 und X5 gehen ab dem 5. März der Zweier Active Tourer (225xe) und die Limousine der Dreier-Baureihe (330e) mit Plug-in-Hybridantrieb an den Start. Im Sommer soll das Siebener-Flaggschiff (740e) folgen. "Damit haben wir die größte Bandbreite an elektrifizierten Fahrzeugen auf dem Markt", sagt Michael Rath. Der Leiter der Powertrain-Strategie betonte bei der Vorstellung, dass der eDrive auf alle BMW-Fahrzeugsegmente und -konzepte skalierbar sei. Deshalb kann BMW den 225xe mit 38.700 Euro exakt 1500 Euro günstiger anbieten kann als einen vergleichbaren 225i xDrive. Der 330e wiederum ist mit 43.500 Euro nur 1600 Euro teurer als ein leistungsgleicher 330i. "Und er hat zusätzlich eine Standklimatisierung", sagt Projektleiter Helmuth Wiesler. BMW wählte die beiden Baureihen für die Elektrifizierung wegen ihrer Marktbedeutung. Die Dreier-Baureihe ist noch immer der Bestseller der Münchner.
BMW erweitert sein Plug-in-Programm
Den größten Absatz der Plug-ins erhofft man sich in den USA und Japan. Stärkste europäische Märkte sind Großbritannien, die Niederlande und Norwegen. Man rechnet weltweit mit einem Anteil an der jeweiligen Baureihe von etwa fünf Prozent. Nach China werden aber weder der 330e noch der 225xe exportiert. Dort fertigt BMW eine verlängerte Fünfer-Limousine als Plug-in-Hybrid.
Im 225xe leistet der Verbund aus Dreizylinder (B38) und E-Maschine 224 PS, im 330e schaffen Vierzylinder (B48) und Elektromotor zusammen 252 PS. Das Mehrgewicht aufgrund des Elektroantriebs liegt bei jeweils rund 160 Kilogramm. Zugeschnitten auf die statistisch typische Pendlerstrecke können beide bis zu 40 Kilometer elektrisch fahren. Vermutlich schon im nächsten Jahr wird BMW den Antrieb des 225xe in den X1 und in den Mini Countryman einbauen.
Eine Bremswirkung auf die Plug-in-Hybridtechnik aufgrund der derzeit niedrigen Spritpreise sieht Projektleiter Wiesler nicht: "Wir setzen die Elektrifizierung mit unverminderter Geschwindigkeit fort."