München. Mobiles Arbeiten kommt in der Automobilindustrie gut an und gewinnt zunehmend an Bedeutung. BMW und Bosch haben 2014 in Betriebsvereinbarungen den Anspruch der Mitarbeiter auf zeitlich und räumlich flexibles Arbeiten geregelt. Bei BMW können rund 47.000 der etwa 84.000 Mitarbeiter in Deutschland mobil arbeiten, also beispielsweise auch zu Hause. Mehr als 45 Prozent davon nutzen diese Möglichkeit.
Bei Daimler steht eine Vereinbarung kurz bevor. Eine Umfrage von Unternehmen und Gesamtbetriebsrat unter 82.500 Mitarbeitern aus Verwaltung und produktionsnahen Bereichen brachte gut 33.000 Antworten: "90 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen die mobile Arbeit positiv. 80 Prozent wünschen sich einen Anspruch auf mobiles Arbeiten, sofern es die Arbeitsaufgabe möglich macht", sagt eine Sprecherin des Daimler-Gesamtbetriebsrats.
Dabei steht mobile Tätigkeit nicht für Regellosigkeit. Die Mitarbeiter können festlegen, wann sie nicht erreichbar sein wollen. Sie müssen sich eigenverantwortlich an die Arbeitszeitgesetze halten und tragen ihre mobil geleisteten Arbeitszeiten in Erfassungssysteme ein.