München. 3450 Verkehrstote gab es 2015 laut Schätzungen in Deutschland. Mobileye, ein israelisches Software- und Bildverarbeitungsunternehmen, will mit seiner Technologie künftig die Zahl der Verkehrstoten verringern.
Die Firma stattet Kameras und Sensoren mit einem selbst entwickelten Algorithmus aus, mit dem das Fahrzeugumfeld beobachtet und so Fußgänger erkannt werden können. Damit kann auch die Spur oder der Abstand zum Vordermann gehalten werden, es wird vor Kollisionen gewarnt und die Geschwindigkeitsbegrenzung angezeigt.
Bislang gab es Lösungen dieser Art nur in der Erstausrüstung. 25 Autohersteller nutzen die Technik von Mobileye bereits, darunter BMW und Audi. VW hat auf der CES in Las Vegas eine Partnerschaft mit Mobileye verkündet.
Mobileye bringt nun eine Nachrüstlösung für Autos, Lkw und Busse. "Wir sind das ‚dritte Auge‘ des Fahrers", sagt Lior Sethon, Aftermarket-Direktor für Europa bei Mobileye. In der Werkstatt wird dazu eine Rechner-Box in die Elektronik des Fahrzeugs eingesetzt und das Auto mit Sensoren und einer Kamera ausgestattet.
Auf dem Armaturenbrett versorgt ein zusätzliches Display den Fahrer mit Informationen und akustischen Signalen. "So können bei Bussen und Lkw endlich die großen toten Winkel ausgeleuchtet werden – und das, ohne dass die Flottenbetreiber neue Fahrzeuge kaufen müssen", sagt Sethon.