Barcelona. Nun also auch Seat. Lange musste sich die spanische VW-Tochter in Geduld üben, konnte dem boomenden Segment der Kompakt-SUVs nur neidvoll hinterherblicken. Das ändert sich im Sommer. Dann beginnt der Verkauf von Seats erstem SUV Ateca. Das Modell soll hauptsächlich gegen den erfolgreichen Nissan Qashqai positioniert werden. Für Deutschland erwartet Geschäftsführer Bernhard Bauer, im laufenden Jahr noch 7500 Einheiten abzusetzen. Im kommenden Jahr sollen es mindestens doppelt so viele sein.
Seat Ateca wird das erste SUV Spaniens
Technisch basiert der Ateca, benannt nach einer spanischen Stadt, auf der Konzernplattform MQB-A1. Er ist mit einer Länge von 4,36 Metern etwa so groß wie die erste Generation des VW Tiguan. Entwicklungsvorstand Matthias Rabe verspricht für den Ateca klassenbeste Fahreigenschaft en. Als Antrieb stehen zunächst zwei Benziner und drei Diesel zur Auswahl, darunter sogar als Einstieg der Einliter-Dreizylinder-TSI. Rabe versichert, dass auch dieses 115-PS Motörchen "sehr gut mit dem Ateca zurechtkommt". Darüber rangiert ein 1,4-Liter-TSI mit 150 PS. Die Diesel haben 1,6 Liter (115 PS) sowie zwei Liter mit 140 und 190 PS. Der Bestverbrauch liegt bei 4,3 Liter. Später folgt eine FR-Variante (Formula Racing). Eine Cupra-Version wird diskutiert.
In Sachen Konnektivität bedient sich Seat des modularen Infotainment-Baukastens der zweiten Generation. Sämtliche Smartphone-Systeme können mit dem Fahrzeug verbunden werden.
Die spanische VW-Tochter will es in ihrer SUV-Strategie nicht bei einem Modell belassen. Ende 2017 soll bereits ein zweites folgen, diesmal im Segment der City-SUVs.