Stuttgart. Der klangvolle Name einer deutschen Traditionsmarke, chinesisches Kapital und ein Produkt in einem "Nummersicher"-Marktsegment: Das ist der Stoff, aus dem das Comeback von Borgward gemacht ist. "Wir sind gekommen, um zu bleiben!" rief der neue Borgward-Chef Ulrich Walker bei der Pressekonferenz während der IAA ins Publikum. Dort, in Frankfurt, präsentierte Borgward Mitte September das erste neue Fahrzeug unter diesem Markennamen seit dem Konkurs des Vorgängerunternehmens im Jahr 1961: das wuchtige SUV-Modell BX7.
Die erste Borgward-Fabrik in China soll noch in diesem Jahr die Produktion aufnehmen, der Verkauf des BX7 dann im ersten Halbjahr 2016 anlaufen. Walker sagte, dass in zwei Jahren der Borgward-Vertrieb auf Europa und damit auch Deutschland ausgedehnt werden soll. Man plane mittelfristig mit einem Absatz von "deutlich mehr als 500.000 Fahrzeugen pro Jahr", so der Chef. Um auf derartige Stückzahlen zu kommen, soll das Angebot zügig ausgebaut werden. Zwei neue Modelle pro Jahr kündigte Walker an, wobei zunächst eine "SUV-Familie" entstehen soll, unter anderem auch mit einer Plug-in-Hybrid-Variante.