Nachterstedt. Bereits jetzt ist Novelis in rund 180 Fahrzeugmodellen vertreten, und es sollen noch mehr werden. Bis 2020 erwartet das Unternehmen in diesem Segment eine durchschnittliche Wachstumsrate von 30 Prozent. Die Produktionskapazität für Automobil-Aluminium wird bis Ende des Jahres auf 900.000 Tonnen erhöht – eine Verdreifachung gegenüber 2012. Während Novelis den Autoherstellern bei der Politur der CO2- Bilanz hilft, muss der Zulieferer allerdings auch die eigenen Emissionen in den Griff bekommen. Er setzt deshalb zunehmend recyceltes Rohmaterial ein, was bis zu 95 Prozent an Energie und Emissionen sparen soll. Seit dem Jahr 2011 hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Atlanta rund 500 Millionen Dollar in den Ausbau seines Recyclingnetzwerks investiert. Der Recycling-Anteil in der Produktion ist gestiegen: Bei 30 Prozent lag er im Jahr 2011, in diesem Jahr soll er erstmals 50 Prozent übersteigen. Novelis hat sich dem Ziel verpflichtet, bis 2020 einen Recycling-Anteil von 80 Prozent zu erreichen und wird seine jährlichen Recycling-Kapazitäten auf 2,1 Millionen Tonnen verdoppeln. Eine Schlüsselrolle spielt dabei Nachterstedt in Sachsen-Anhalt: Diesen Standort hat Novelis gerade für 200 Millionen Euro zum größten Aluminium-Recyclingcenter der Welt ausgebaut und eine Kapazität von 400. 000 Tonnen pro Jahr installiert. Qualitätseinbußen gibt es dabei nicht, verspricht Labat: „Das Schöne an Aluminium ist seine unendliche Wiederverwertbarkeit.“
Novelis
Mit leichtem Metall schwer im Geschäft
Der Kampf der Automobilhersteller gegen jedes unnötige Kilo Fahrzeuggewicht lässt beim Zulieferer Novelis die Kasse klingeln. „Denn Aluminium ist aus dem Leichtbau heutzutage nicht mehr wegzudenken“, sagt Pierre Labat, der bei dem weltgrößten Hersteller von Aluminium-Walzprodukten das Automobilgeschäft verantwortet. Labat verzeichnet eine wachsende Nachfrage der Hersteller.