Las Vegas. Audi demonstrierte damit, wie weit die Entwicklung des pilotierten Fahrens bereits ist. Der umgerüstete A7 „piloted driving concept“ kann bis zu einer Geschwindigkeit von 110 km/h selbstständig überholen und die Spur wechseln, beschleunigen und bremsen. Mit Sensoren, die eine 360-Grad- Rundumsicht ermöglichen, erfasst er das Tempo der Fahrzeuge in der Umgebung und passt sich vor einem Manöver deren Geschwindigkeit an. Reichen den Berechnungen zufolge Platz und Zeit aus, überholt der A7. Stößt die Technik jedoch an Grenzen, wird der Fahrer aufgefordert, wieder die Kontrolle über den Wagen zu übernehmen. „Wir haben herausgefunden, dass der Fahrer, wenn er vorher etwas anderes gemacht hat, rund zehn Sekunden braucht, um wieder Chef des Wagens zu werden. In dieser Zeit ist das Auto in der Lage, autonom zu fahren. Damit haben wir den Schritt vom assistierten zum pilotierten Fahren geschafft“, sagte Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg der Automobilwoche. Eine Weiterentwicklung des A7 ist das Konzeptfahrzeug Prologue, das Audi erstmals in Los Angeles gezeigt hat. Herzstück ist das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät zFAS. Es bündelt alle Assistenten und ist über das Mobilfunknetz mit einem Backend verbunden. Daten werden dort mit Algorithmen aufbereitet und ans Auto zurückübertragen. So lernt der Prologue stetig dazu. Der Stauassistent, der dem Fahrer bei bis zu 65 km/h das Fahren abnimmt, und der Assistent fürs Parken in der Garage werden dadurch ermöglicht.
Autonomes Auto
Audis A7 fährt pilotiert von Stanford zur CES
Noch bevor die Aussteller auf dem CES-Messegelände ihre Technologien präsentierten, war bereits ein Audi A7 mit neuester Technik für pilotiertes Fahren von Stanford im Silicon Valley nach Las Vegas unterwegs.