München. Im Jahr 2030 werden bis zu 20 Prozent der Autos auf den Straßen Assistenzsysteme für hochautomatisiertes Fahren nutzen. Die Daten, die die Fahrzeuge dann verarbeiten müssen, werden immer mehr und immer komplexer. Damit Hersteller ihre Assistenzsysteme einfacher und kostengünstiger entwickeln können, haben die Firmen Elektrobit, Nvidia und Infineon gemeinsam eine besonders leistungsstarke und sichere Plattform entwickelt.
"Oftmals ist in Testfahrzeugen der gesamte Kofferraum voll Technik. Bei dieser Plattform ist das nicht nötig, denn sie ist gerade mal so groß wie ein dickes Buch", sagt Martin Schleicher, der bei Elektrobit die Fahrerassistenzprodukte verantwortet. Die Software von Elektrobit, die "EB tresos Software Suite", wurde auf zwei Tegra-Prozessoren von Nvidia und dem Mikrocontroller von Infineon integriert. Der Mikrocontroller kümmert sich dabei um die Echtzeitverarbeitung der Daten und um ihre Sicherheit.
Die Tegra-Prozessoren von Nvidia können viele unterschiedliche Kamera- und Sensordaten aufnehmen, sie gleichzeitig verarbeiten und an den Fahrer, die Cloud oder an andere Verkehrsteilnehmer senden. Die Rechenleistung des Nvidia-Prozessors ermöglicht es zudem, Objekte zu erkennen und zu lernen, wie sie sich verhalten werden: Ein Fußgänger wird also nicht als statische Puppe wahrgenommen, sondern als Person, die auf die Straße laufen könnte – das System macht sich bereit, zu bremsen.