München. Wer trinkt, dem verweigert das Auto die Fahrt – so könnte schon in fünf Jahren in den USA die Realität aussehen. Nämlich dann, wenn ein Forschungsprojekt in die Tat umgesetzt wird, an dem die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, mehrere Forschungsinstitute und 17 Autohersteller beteiligt sind. Seit 2008 forscht das Konsortium „Driver Alcohol Detection System for Safety“, kurz DADSS, an Methoden, den Alkoholgehalt im Blut ohne großen Aufwand messen zu können.
Zwei Methoden des Wissenschaftlerteams, die kürzlich dem Verkehrsministerium vorgestellt wurden, haben bereits für Aufsehen gesorgt: Das eine Verfahren misst den Alkoholgehalt im Blut über den Atem des Fahrers, bei der anderen Methode messen Sensoren den Alkohol bei der Berührung des Start-Buttons durch den Finger. In weniger als einer Sekunde erkennen beide Systeme den Promillegehalt des Fahrers. Liegt dieser Wert über den in fast allen US-Staaten erlaubten 0,8 Promille, lässt sich der Wagen nicht starten.