Schanghai. Bereits im vergangenen Jahr schnitt das Land im internationalen Smart-Ranking gut ab: Mit 17.828 Zulassungen lag China nach Deutschland und noch vor Italien auf Platz zwei. Insgesamt wurden in China seit 2010 mehr als 60.000 Smart verkauft – ab umgerechnet circa 15.000 Euro. Wegen des bevorstehenden Modellwechsels flaute das Wachstum zuletzt etwas ab, dafür rechnen die Verantwortlichen künftig mit zweistelligen Zuwachsraten. Binnen zwei, spätestens drei Jahren soll China dann der größte Smart-Markt sein, so die internen Prognosen. Als Grund für den Erfolg des Kleinstwagens gelten neben seinem Format vor allem der unkonventionelle Auftritt und die vielen Sondermodelle. Denn die chinesischen Kunden sind stets auf der Suche nach Produkten, mit denen sie sich von der Menge abheben können. „Wer hier einen Smart kauft, will in erster Linie anders sein und das auch zeigen“, sagt Winkler. „Editionen und spezielle Individualisierung sind deshalb wichtiger denn je.“
Riesenkult um Autozwerg
Dabei hat sich eine Euphorie entwickelt, wie man sie in Europa allenfalls aus der GTI-Szene kennt: Smart-Kunden veredeln ihre Autos nicht nur aufwendig, sie kommen auch zu großen Treffen zusammen. So feierten im Dezember in Schanghai 50.000 Menschen den Kleinstwagen bei den „Smart Times“. Markenchefin Winkler: „Dabei war zu spüren, wie kultig die Marke in China ist.“ Chinesische Autofahrer können ab Herbst den Smart auch erstmals über Car2go kennenlernen. In Chongqing geht das Carsharing- Angebot erstmals in Asien an den Start.