München. Neben den Herstellern weist auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) Werkstätten mit Oldtimer- Fachwissen aus. Über die Innung können sich diese als „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“ zertifizieren lassen. Zudem bieten inzwischen sieben Innungen eine in die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker integrierte Zusatzqualifikation für Oldtimer an.
Sachverständige skeptisch
Inwiefern sich das Fachwissen von Werkstätten einheitlich zertifizieren lässt, ist umstritten. So seien bei Oldtimern laut Marius Brune, Geschäftsleiter des Bewertungsspezialisten Classic Data, häufig das baureihenspezifische Know-how und die praktischen Erfahrungen des Kfz-Mechatronikers entscheidend, weniger die theoretischen Kenntnisse und die Werkstatt-Ausstattung. Die Idee eines Oldtimer- Siegels sei zu begrüßen, da der Bedarf an qualifizierten Fachbetrieben in jedem Fall wachse. „Die qualitative Zertifizierung von Oldtimer-Fachwissen steckt heute jedoch noch im Entwicklungsstadium“, sagt Brune.