München. Für Valeo interessant ist beispielsweise die in der Militärtechnik bereits im Feld erprobte Zusammenführung von Signalen von unterschiedlichen und teilweise weit auseinanderliegenden Sensoren zu einer Augmented Reality (computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung). Dazu zählt auch, dass sich das Netzwerk zur Datenübertragung eigenständig aufbaut und bei Störungen sofort selbst rekonfiguriert. Einen zweiten Schwerpunkt der technischen Entwicklung bildet die Mensch-Maschine- Schnittstelle (HMI). Mittels Kamera und einer von Safran entwickelten Software zur Gesichtserkennung soll besser als bisher detektiert werden, ob der Fahrer müde oder vom Verkehrsgeschehen abgelenkt ist. Damit soll auch der Übergang vom automatisierten zum manuellen Fahren und die Rückübernahme durch den Fahrer sicherer werden. Zudem intensiviert Valeo die Arbeiten am Cockpit der Zukunft. Situativ konfigurierte Displays sollen nur einblenden, was der Lenker gerade braucht und der Fahrmodus zulässt.
Cockpit der Zukunft
Valeo kooperiert mit Militärausrüster
Valeo baut auf den Trend zum autonomen Fahren. Um bei der dazu benötigten Sensorik und Auswertelektronik nicht ins Hintertreffen zu geraten, ist der französische Zulieferer von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt vor gut 18 Monaten eine Entwicklungspartnerschaft mit dem Luftfahrt- und Militärausrüster Safran eingegangen. „Wir arbeiten an ähnlichen Technologien“, so Safran-Boss Jean- Paul Herteman. Valeo-Chef Jacques Aschenbroich sieht in der Kooperation den Beginn „eines französischen Zentrums für technologische Exzellenz“.