Genf. Maßstab in der Mini-Klasse der Stadtautos mit rund 3,50 Meter Länge sind hierzulande der VW Up (40.902 Neuzulassungen 2014), Fiat 500 (29.920) und Renault Twingo (21.187). In diesem Bassin soll auch der 3,68 Meter lange, 939 Kilogramm schwere und stets fünftürige Karl nach Kunden fischen. Das Auto basiert auf der neuen Kleinwagenplattform von General Motors und wird in Südkorea bei Chevrolet gebaut – in jenem Werk, in dem auch der neue Chevrolet Spark produziert wird. Nach dem Abgang von Chevrolet aus Europa nutzt Opel diese Plattform in der Alten Welt exklusiv mit dem Karl. Das Design allerdings stammt aus dem Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, und entsprechend klar ist das Auto auch als Knirps der Blitz-Marke zu identifizieren. Bei den Opel-Händlern wird der Karl ab Sommer stehen. Das Basismodell wird mit einem Einliter- Dreizylindermotor mit 75 PS ausgestattet sein, der einen Normverbrauch von 4,3 Liter je 100 Kilometer aufweist, entsprechend 99 Gramm CO2 je Kilometer. In der Aufpreisliste finden sich unter anderem Spurassistent, Abbiegelicht, geteilte Rücksitzlehne, beheizbares Lederlenkrad sowie eine Einparkhilfe.
Chevrolet in Südkorea
Opel Karl – die sachliche Alternative zum Adam
Vom Opel Adam, dem peppig positionierten Kleinwagen, wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 22.796 Exemplare neu zugelassen. Mindestens ebenso erfolgreich soll das nächste Kleinwagenmodell der Rüsselsheimer werden: der Opel Karl, der in Genf Weltpremiere feiert. Insgeheim erhoffen sich die Verantwortlichen natürlich noch höhere Verkaufszahlen, denn der Karl ist das neue Einstiegsmodell der Marke und wird ab 9500 Euro angeboten.