Achenkirch. Die erste Generation des BMW X1 galt selbst intern als Schnellschuss. Die Qualität im Interieur entsprach nicht dem Premium-Anspruch der Kunden. Dem Design fehlten die harmonischen Proportionen, weil die technische Basis ein Mix aus Einser und Dreier Touring war.
Dem Erfolg hat dies nicht geschadet. Über 730.000 Einheiten haben die Münchner seit Einführung 2009 vom X1 verkauft. Zeitweise war jeder zehnte produzierte BMW ein X1. Dazu beigetragen hat aber auch der günstige Zeitpunkt. Audi kam mit dem Q3 erst zwei Jahre später auf den Markt, und Mercedes hatte für den GLA noch nicht einmal den ersten Zeichenstrich gezogen.
Der X1 in zweiter Generation geht als komplette Neuentwicklung am 24. Oktober an den Start. Kein Stein blieb auf dem anderen. Die nun verwendete Frontantriebsarchitektur nennt sich intern UKL2. Sie steckt auch unter dem Zweier Active Tourer und dem nächsten Mini Clubman, und in drei Jahren wird sie der dann präsentierte Einser unterm Blech haben. BMW-Traditionalisten mögen dies bedauern, gehört für sie der Heckantrieb doch zur unumstößlichen Philosophie der Münchner Premiummarke.