Paris. Die zunehmende Vernetzung wird die Beziehung zwischen Mensch und Auto grundlegend verändern. Diese Überzeugung vertritt Stéphane Petti, der beim französischen Kommunikationskonzern Orange die Geschäftsentwicklung des Automobilsektors leitet.
„Unsere Städte werden in 20, 30 Jahren nicht mehr dieselben sein“, sagt der Experte. Er rechnet mit Flotten autonomer Elektrofahrzeuge, die quasi herrenlos durch die Zentren surren. „Benutzen wird wichtiger als besitzen“, erwartet Petti. Es werde immer mehr Leasing- und Carsharing-Lösungen geben, die oft nur auf Fahrten von wenigen Minuten angelegt sind. Alle sozialen Funktionen des Autos, die Definition von Status und die Frage persönlicher Freiheiten würden dadurch immer unbedeutender.
Um dieser Entwicklung den Weg zu bereiten, benötigt es nach Pettis Einschätzung nicht nur neue Gesetze und Regelungen sowie technischen Fortschritt bei Antrieben und Assistenzsystemen. Als Schlüsseltechnologie gilt vor allem die Konnektivität. „Ohne Vernetzung lassen sich Elektroautos nicht sinnvoll einsetzen, ohne Vernetzung funktioniert kein Carsharing und ohne Vernetzung wird es überhaupt keine autonomen Autos geben.“