Merelbeke/Belgien. Der amerikanische IT-Konzern Nuance will die Sprachsteuerung im Auto aus dem Schattendasein führen und zu einem zentralen Bedienungskanal machen. Zwar seien viele Autofahrer von den anfangs wenig zufriedenstellenden Systemen verschreckt worden und zeigten deshalb nur ein geringes Interesse, räumt Arnd Weil ein. Doch seit man – Siri sei dank – wie selbstverständlich mit seinem Smartphone spreche, wachse auch im Auto wieder die Akzeptanz, sagt der Nuance-Bereichsleiter.
Was die Sprachsteuerung mittlerweile kann, demonstriert Nuance mit der neuesten Software Dragon Drive: Komplett in der Head-Unit integriert, mit Fahrzeug- und Cloud-Daten gefüttert, kann der Fahrer damit zahlreiche Infotainmentfunktionen und Apps per Sprache bedienen.
Für ein neues Komfortniveau sorgen dabei Sprachbiometrie und Personalisierung: Weil Dragon Drive den Fahrer unzweifelhaft an der Stimme identifizieren und seine Präferenzen lernen kann, werden Menüs und Listen individuell aufbereitet und die Auswahl etwa von Sonderzielen oder Kontaktpersonen neu sortiert. Zum Initiieren des Systems muss man keine Taste mehr drücken, sondern man verschafft sich mit einem sogenannten "Wake-Up-Word" buchstäblich Gehör.
Zwar erleichtert Dragon Drive die Bedienung, doch wenn der Mensch nichts sagt, kann ihm auch die beste Maschine nicht helfen, räumt Weil ein: Reden ist im Auto von morgen deshalb nicht Silber, sondern Gold.