Köln. Acht Jahre nach seinem Marktstart ändert der Neuwagen-Internetvermittler MeinAuto.de sein Geschäftsmodell. Statt für die Kaufinteressenten ausschließlich die billigste Version ihres Wunschautos in ganz Deutschland herauszufiltern, bietet MeinAuto.de vom 18. November an auch eine Händlersuche nur im näheren Umfeld des Kunden. Diese Eingrenzung führt dann nicht mehr zwingend zum günstigsten Angebot.
Das Regionalangebot namens "MeinAuto local" soll nach den Worten von Geschäftsführer Alexander Bugge die Vorteile eines Internetportals in der Informationsphase mit den Dienstleistungen eines klassischen, stationären Autohauses verknüpfen. "Wir sehen ein Kundenbedürfnis für Autohaus-Dienstleistungen, das ein Internet-Portal nur schwer erfüllen kann", sagte Bugge im Gespräch mit der Automobilwoche.
Wenn ein Nutzer sich künftig für Lokalangebote interessiert, erhalte er je nach Region bis zu drei Angebote aus einem Umkreis von maximal 35 Kilometern. Der Radius sei dabei abhängig von der Siedlungsdichte. Für die bei MeinAuto.de gelisteten Händler hat dies den Vorteil, dass ein Lead, also eine Kundenanfrage, deutlich wertvoller wird, weil nur noch maximal drei Händler im Wettbewerb um den Interessenten stehen. Das neue lokale Angebot soll für die Händler zudem attraktiver werden, da sie bei einem Kunden aus der näheren Umgebung auch Wartung und Service anbieten können. Der persönliche Kontakt im Autohaus bleibt bestehen. Viele Kunden seien bereit, dafür beim Kauf ihres Neuwagens etwas mehr zu bezahlen. Und der Händler kann vor Ort zusätzliche Angebote machen, beispielsweise einen jungen Gebrauchten.
"Wichtig ist uns bei dem neuen Angebot, dass wir dort ebenso wie bei bundesweiten Angeboten volle Transparenz bieten. Auch beim Preis", betont Bugge. Denn die überregionale Suche nach dem niedrigsten Preis bleibt Bestandteil von MeinAuto.de. "Es wird auch weiterhin Kunden geben, die überregional den besten Deal suchen", so Bugge. Bei einem erfolgreichen Verkauf erhalten MeinAuto.de und deren Verkaufsberater eine Provision.