München. Der Zeitpunkt für Mercedes ist denkbar günstig. Wenn die Stuttgarter im Frühjahr 2016 die nächste Generation ihrer E-Klasse (intern W213) zum Händler schicken, lassen sich die Business-Kunden mehr als ein Jahr lang mit den derzeit wohl modernsten Innovationen locken, die es im Automobilbau gibt. BMW wird 2017 mit dem neuen Fünfer kommen, Audi gar erst Anfang 2018 seinen A6 vorstellen.
Messepremiere feiert die E-Klasse im Januar 2016 in Detroit. Das T-Modell steht für Juni auf dem Plan. Etwas später wird es dann erstmals eine Art „Outdoor“-Version geben, etwas höher gelegt und mit rustikaler Optik versehen – ähnlich, wie es Audi mit dem Allroad-Avant praktiziert. Name: Allterrain.
Schon jetzt lässt sich Mercedes bei Sicherheit und Fahrerassistenz in die Karten schauen. Im Bereich der passiven Sicherheit können Kunden ein Luftpolster in den Sitzflanken ordern, das sich im Falle eines Aufpralls von der Seite exakt 200 Millisekunden vor Einschlag blitzschnell aufbläst und die vorn sitzende Person nach innen schubst. Neue Kamera-, Ultraschall- und Radarsysteme erlauben, dass die E-Klasse nahezu teilautonom unterwegs ist und eigenständiger bremst als jemals zuvor. Sie erkennt ein Stau-Ende mit drei blockierten Spuren ohne Ausweichmöglichkeit und leitet eine Vollbremsung somit deutlich früher ein. Dem Vordermann kann die neue E-Klasse bis zu einem Tempo von 200 km/h folgen. Bis 130 km/h braucht es dazu nicht einmal die weißen Linien – das Auto orientiert sich am Verkehrsfluss, was Mercedes „Schwarmverhalten“ nennt.