Hamburg. Die Ersten sind die Letzten, zumindest in der Zulassungsstatistik: Schon seit Ende 2010 bietet Mitsubishi den Elektro-Kleinwagen i-MiEV an. Doch trotz durchdachten Raumkonzepts und mehrerer Preissenkungen stehen sich die i-MiEV und die beiden baugleichen Derivate Peugeot iOn und Citroën C-Zero beim Händler die Reifen platt. Im ersten Halbjahr verkaufte Mitsubishi in Deutschland 61 i-MiEV, Citroën 4 C-Zero und Peugeot nicht einen iOn.
Etwas erfolgreicher ging Renault die Sache an. Der Zoe – seit 2013 auf dem Markt – fand im ersten Halbjahr in Deutschland immerhin 571 Käufer, liegt damit in seiner Klasse auf Rang zwei. Etwas aus der Reihe fällt bei Renault der Vertrieb. Der Kunde kauft den Zoe nicht komplett. Die Batterie bleibt im Besitz des Herstellers und wird für monatlich ab 49 Euro vermietet. Noch bis Jahresende fördert Renault mit der Aktion "Elektrobonus", die einen Rabatt von 5000 Euro vorsieht, massiv den Absatz.
Unter den deutschen Herstellern stieg Daimler als Erster in die E-Mobilität ein. Seit 2012 ist der Smart Fortwo Electric Drive unterwegs. Gerüchten, der E-Smart wäre mangels Nachfrage in diesem Sommer eingestellt worden, widerspricht Jochen Eck, Leiter der Gesamtfahrzeug-Erprobung: "Die Planung sah von Anfang an ein Produktionsvolumen von 20.000 Einheiten vor. Diese waren erreicht." Ende 2016 soll der Nachfolger beim Händler sein, auch in der viertürigen Variante. Mercedes will unterhalb der B-Klasse kein Stadt-Elektrofahrzeug positionieren.