Stuttgart. Schon lange vor der Abgasaffäre war Porsche klar: Auch ein Elfer muss sich den strenger werdenden CO2-Grenzwerten fügen. Die VW-Tochter hat dafür ihren eigenen Weg gefunden und rüstet nun schon die Einstiegsvarianten mit Turbomotoren aus. "Das ist unsere Antwort auf weltweit verschärfte Gesetze bei Verbrauch und Emissionen", sagt Jörg Kerner, der die Antriebsentwicklung leitet. Kerner verspricht für den auf einheitliche 3,0 Liter geschrumpften Sechszylinder einen Verbrauchsvorteil von bis zu einem Liter. So kommt der sparsamste 911er laut Porsche nun auf einen Normwert von 7,4 Litern.
Für Kerner ist die Umstellung zugleich der Schlüssel zu mehr Fahrspaß. Porsche verweist auf das Datenblatt des neuen Jahrgangs, der ab 96.605 Euro verkauft wird: Um je 20 PS und 60 Newtonmeter stärker, kommt schon das Grundmodell nun auf 370 PS und 450 Newtonmeter, erreicht 295 km/h und sticht den ersten Porsche Turbo von 1974 locker aus. Der hatte 110 PS weniger, war 45 km/h langsamer, verbrauchte aber fast das Doppelte.
Porsche hält aber nicht nur beim Antrieb den Anschluss: Für den Sportwagen gibt es auch eine neue Generation von Infotainmentsystemen. Der große Touchscreen bekommt dafür eine neue Menüführung im Tablet-Stil, kann jetzt auch Handschriften erkennen und online gehen. So lassen sich die neuen Satellitenbilder und 360-Grad-Panoramen auch mit Verkehrsinformationen in Echtzeit ergänzen. Außerdem optimiert Porsche unter anderem mit Apple CarPlay die Smartphone-Integration.