Rüsselsheim. Der Hersteller kündigte an, den Joint-Venture-Vertrag mit dem US-amerikanischen Logistikdienstleister Neovia nicht über Januar 2016 hinaus zu verlängern. Seit 2006 betreibt das Joint Venture, an dem Opel 20 Prozent hält, Warenverteilzentren in Bochum, Rüsselsheim, Rom und Budapest. Ob Opel auch die Ersatzteillager in Rom und Budapest wieder zurück unter das eigene Dach holt, werde im Lauf des Jahres entschieden. Der Beschluss, die Lager in Bochum und Rüsselsheim wieder selbst zu betreiben, habe „ausschließlich unternehmensstrategische Gründe. Wir waren mit der Zusammenarbeit zufrieden“, sagte Peter Christian Küspert, der für Verkauf und Aftersales zuständige Geschäftsführer. Ersatzteillogistik sei eine Kernkompetenz von Opel. Ein Unternehmenssprecher sagte zur Automobilwoche, das Insourcing sei Teil der Unternehmensstrategie „Drive! 2022“ und „ein wichtiges Signal an die Beschäftigten“. Für Volkswagen hat Neovia 2014 ein 52.000 Quadratmeter großes Ersatzteillager nahe Kassel modernisiert und Ende des Jahres dessen Betrieb übernommen.
Lager in Bochum und Rüsselsheim
Opel verteilt die Ersatzteile wieder selbst
Nach zehn Jahren Outsourcing holt Opel die Warenverteilzentren in Bochum und Rüsselsheim ins Unternehmen zurück. Das Teilelager in Bochum baut Opel bis 2016 für 60 Millionen Euro aus. Dort sollen 265 Mitarbeiter des geschlossenen Bochumer Werks einen neuen Job finden.