Bekannt ist auch, dass Apple in Sachen Elektroantrieb forscht – seit 2014 wirbt der IT-Gigant massiv Experten für Akkutechnik ab. Zudem sind auch Fachleute für die Automobiltechnik von Tesla und Mercedes zu Apple gewechselt. Zwei in der Szene bekannte Namen sind Doug Betts und Johann Jungwirth. Betts war noch bis zum vergangenen Jahr bei Fiat Chrysler für die Qualitätssicherung zuständig. Jungwirth arbeitet seit September 2014 bei Apple. Zuvor leitete er das in Kalifornien ansässige Entwicklungszentrum Nordamerika von Daimler.
Offiziell hält sich Apple bei Anfragen zum möglichen "iCar" bedeckt, doch laut WSJ soll es zum Marktstart kein völlig autonomes Fahrzeug sein – ein Elektroantrieb hingegen gilt als gesetzt. Hinweise darauf gibt es, weil die Firma A123 Systems, Hersteller von Elektroautobatterien, eine Klage eingereicht hatte. Apple wird vorgeworfen, seit 2014 rechtswidrig führende Techniker für eine eigene Akkusparte abzuwerben.
Nach Informationen des "Guardian" hat der IT-Konzern bei den Betreibern des Testgeländes "Go Momentum" nordöstlich von San Francisco angefragt, ob man dort Autos testen dürfe.
Das Apple-Car scheint nur die logische Fortsetzung der bisherigen Produktstrategie: Steve Jobs, gestorben 2011, war ein technischer Revolutionär. Er wollte mit seinen Produkten die Menschen dazu befähigen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Beim Auto könnte dies wieder zutreffen. So wird das Apple-Car zum Computer, der die Insassen chauffiert. Das Verständnis vom modernen Auto hat langfristig nichts mehr mit Freude am Fahren zu tun.