München. Das zugrunde liegende Zahlenmaterial stammt aus anonymisierten GPS-Daten der Inrix-Verkehrsdienste, die in über 250 Millionen Fahrzeugen und Mobilgeräten in den USA und Europa integriert sind. So lässt sich die exakte Anzahl von Fahrzeugen zu einer bestimmten Uhrzeit auf einer einzelnen Straße bestimmen. Einen ähnlichen Service für Werbetreibende bietet auch der Kartenhersteller Here. Bewegungsmuster werden aus GPS-Daten von Karten-Apps auf dem Smartphone, Navis in Fahrzeugen und Mobilfunksignalen generiert und zur Analyse einzelner Regionen genutzt. „Wenn man weiß, wie sich Menschen bewegen und wie sie ihr Handy nutzen, kann man ihre Vorlieben ermitteln“, sagt ein Here-Sprecher. Werber schneiden dann mit diesen Informationen ihre Kampagnen direkt auf die Zielgruppe zu.
GPS-Daten
Bewegungsprofile als Entscheidungshilfe
Ob Hersteller oder Händler, ob Städteplaner oder Marketingstrategen: Für alle sind die Lauf- und Fahrwege der Bevölkerung von großem Interesse. Denn die Bewegungsprofile von potenziellen oder bestehenden Kunden und Verkehrsteilnehmern gelten als hervorragende Grundlage für unternehmerische wie politische Entscheidungen. Inrix, ein Anbieter von Verkehrsinformationen rund um das vernetzte Auto, hat jüngst einen Dienst vorgestellt, der solche Bewegungsflüsse misst und visualisiert. Städte können auf dieser Basis neue Straßen und Wohngebiete planen, Händler geeignete Standorte für ihre Geschäfte und Agenturen besonders geeignete Werbeplätze finden.