München. Dass attraktives Design bei den Kunden besser ankommt als so manche vermeintlich tolle Technik, lässt sich derzeit an Nissan ablesen. Die Marke überholt in Deutschland Toyota und avanciert zum stärksten japanischen Automobilhersteller.
Beim Importeur in Köln könnte die Laune also eigentlich nicht besser sein. Thomas Hausch, Geschäftsführer Nissan Deutschland, spricht dennoch ein Problem an: den Bekanntheitsgrad der Marke. "Wir sind zu wenig im Fokus der Autofahrer", sagt Hausch, "und dies bei einem doch beachtlichen Werbeaufwand." Umfragen ergaben, dass bei Nennung eines Elektroautos fast nie der Name Leaf fällt. Dabei ist Nissan der weltweit größte Hersteller von Elektrofahrzeugen.
Mehr Effizienz bei den eingesetzten Mitteln verspricht man sich künftig vom Sportsponsoring. Von Ford hat Nissan im vorigen Jahr die Champions League im Fußball übernommen. Zudem soll sich herumsprechen, dass Nissan beim Thema Service und Kundenzufriedenheit ganz vorn mitspielen will. "Unser Ziel ist es, 2020 die begehrenswerteste asiatische Marke zu sein", sagt Hausch. "Der Kunde soll das Gefühl haben, dass man sich perfekt um ihn kümmert." Dazu zählen ein kostenloser Fahrzeugcheck, eine Preisgarantie bei den Reparaturen sowie ein kostenloser Ersatzwagen während des Service. Bereits eingeführt wurde eine fünfjährige Garantie.
Um Kunden die E-Mobility schmackhaft zu machen, soll bevorzugt das Modell Leaf hervorgehoben werden. Noch in diesem Jahr rollt eine Version mit stärkerem Akku zu den Händlern, die Reichweite soll von 199 auf 250 Kilometer steigen.