München. BMW hat sich mit seinen Händlern auf ein Preissystem geeinigt. Das erfuhr die Automobilwoche von einem gut unterrichteten Händler. Finalisiert werden sollten die Vereinbarungen am vergangenen Wochenende. Die endgültigen Verträge mit den exakten Zahlen lagen dementsprechend bei Redaktionsschluss noch nicht vor.
Dem Händler zufolge, der nicht genannt werden wollte, liefen die Verhandlungen gut. "Das war alles okay", sagte er. Der neue BMW-Vertriebschef für Deutschland, Peter van Binsbergen, mache einen guten Eindruck.
In den neuen Vereinbarungen nimmt die Rolle des Volumens für die Händler dem Vernehmen nach etwas ab. Damit würden die kleinen Autohäuser ein Stück weit bessergestellt – das allerdings ohne Nachteile für die großen Gruppen.
Auf großen Zuspruch in der BMW-Händlerschaft dürfte auch stoßen, dass im neuen System die Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsbefragung nicht mehr bonusrelevant sein werden. Die alte Regelung hatte der Händlerverband zuletzt infrage gestellt.
Der Wegfall bedeutet für die Autohäuser bessere Planbarkeit. Der Bonus habe in der Spitze bis zu zwei Prozent ausmachen können. Und ein Prozent davon sei immer "wackelig" gewesen, sagte der Händler. Man habe das ganze Jahr gut wirtschaften können und am Ende hätten dann möglicherweise fünf unzufriedene Kunden das Ergebnis "vermasselt". Die Befragung selbst bleibt allerdings erhalten.