München. „Ethical Hacker“ nennen sie sich und testen potenziell gefährdete IT-Gefüge mit einem eigenen Verfahren, bei dem sie Hackerangriffe imitieren. „Wir wollen Schwachstellen in den Systemen der Autos aufdecken, melden sie den Herstellern und entwickeln Lösungsmöglichkeiten zur Absicherung“, sagte Rowland im Gespräch mit der Automobilwoche. Getestet werden Schnittstellen im Wagen wie Bluetooth-Verbindungen, USB-Ports oder DVD-Laufwerke – aber auch externe Verbindungen wie mobile Netzwerke oder Ladestecker. Dazu prüft BT auch alle digitalen Außenverbindungen wie etwa Luftschnittstellen für drahtlose Aktualisierungen. Sind diese Einfallstore gesichert, können keine unerlaubten Änderungen an der Kon¬figuration vorgenommen werden und das Einschleusen von Schadsoftware wird viel schwieriger. „Zudem haben wir den Vorteil, dass wir als Telekommunikationsunternehmen unabhängig vom Automobilsektor agieren und Erfahrung im Hacking über viele Jahre haben“, sagt Rowland. Davon sollen künftig Unternehmen in der Automobilbranche profitieren. „Wenn wir wissen, wie beispielsweise ein BMW von außen angegriffen wurde, dann fließt die Erfahrung aus der Analyse und der Absicherung dieses Systems natürlich in die künftigen ethischen Hackings mit ein. Davon haben alle etwas.“ Künftig will British Telecommunication nicht nur Fahrzeughersteller, sondern auch Versicherer und andere Firmen mit Bezug zur Autoindustrie in Sachen Cyber- Sicherheit beraten.
BT Group
Gezielte Cyberangriffe auf vernetzte Autos
„Je vernetzter das Auto ist, desto mehr muss es geschützt werden“, sagt Andy Rowland, Entwickler bei British Telecommunication (BT). Rowland ist Teil eines Teams aus erfahrenen Sicherheitsexperten bei BT, die eine Methode entwickelt haben, um verbundene Systeme von Autos auf Herz und Nieren zu prüfen.