Göppingen. Der Umsatz stagnierte allerdings bei rund 1,2 Milliarden Euro. Klebert führt dies in erster Linie auf die lange Dauer der Auftragsabwicklung und die daraus resultierenden Vorläufe zurück. Doch bis 2020 will er den Umsatz auf zwei Milliarden Euro steigern. Für den künftigen Umsatz sind die Vorzeichen positiv, denn der Auftragseingang legte 2,6 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro zu. Mehr als ein Drittel davon kam aus Asien. So verzeichnete Schuler 2014 mit über 150 Millionen Euro einen der größten Aufträge in seiner Unternehmensgeschichte von FAW Volkswagen in China. Das Wachstum bei den Neubestellungen beruht auch auf neuen Marktsegmenten. Dazu zählen Kunden, die sich mit der Produktion von Großrohren oder Eisenbahnrädern befassen. Diese neuen Bereiche hat sich Schuler zum Teil gemeinsam mit anderen Unternehmen aus der Grazer Andritz- Gruppe erschlossen, zu der Schuler seit 2012 mehrheitlich gehört. Die Bemühungen des Unternehmens, den Branchenmix zu erhöhen, bedeuten – wie Klebert betont – keine Abkehr von der Automobilindustrie. Denn: „Wir bewegen uns hier in einem absolut spannenden Markt und einer sehr herausfordernden Industrie mit hoher Professionalität. Das macht uns auch für andere Branchen interessant.“ Gut 70 Prozent seines Geschäfts macht Schuler mit der Autobranche. Nachholbedarf sieht das Unternehmen bei japanischen Autokunden, wo meist der japanische Wettbewerber Komatsu die Nase vorn hat. Um die Innovationskraft zu stärken, erfolgt in einigen Monaten der Spatenstich für ein neues Technologie- und Entwicklungszentrum in Göppingen für mehr als 40 Millionen Euro. 2017 sollen dort bis zu 800 Ingenieure und Techniker arbeiten. Ende 2014 beschäftigte Schuler weltweit 5423 Mitarbeiter.
Pressenbauer Schuler
Effizienter im Jubiläumsjahr
Die stärkere Nachfrage aus Fernost und ein Effizienzprogramm, dem 150 Stellen des weltgrößten Pressenherstellers zum Opfer fielen, hat zum 175-jährigen Jubiläum bei Schuler den Gewinn steigen lassen. Das Konzernergebnis wuchs um 5,2 Millionen auf 66,9 Millionen Euro. „Das Ergebnis war kein Geburtstagsgeschenk, aber es war ein gutes Jahr“, bilanziert Schuler- Chef Stefan Klebert das Geschäftsjahr 2014.