Saragossa. Produziert wird der Kadjar im spanischen Palencia. Experten schätzen das jährliche Volumen auf etwas mehr als 100.000 Einheiten. Das wären gut 30 Prozent weniger als beim Captur, von dem Renault im Jahr 2014 mehr als 156.000 Stück verkaufte. Für 2016 steht zusätzlich die Fertigung im chinesischen Wuhan auf dem Plan. Joint-Venture-Partner ist Dongfeng. Als Antriebe dienen ausschließlich moderne Turbo-Direkteinspritzer. Die Diesel (110 und 130 PS) kommen von Renault, der zunächst einzige angebotene Benziner, ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 130 PS, von Nissan. „2016 wird eine 1,6-Liter-Variante mit etwa 160 PS folgen“, sagt Scopel. Im selben Jahr soll es für beide Benziner auch ein Doppelkupplungsgetriebe geben, das jetzt nur für den stärksten Dieselmotor (130 dCi) gewählt werden kann. Dieser ist zudem der einzige Antrieb, der sich mit Allrad kombinieren lässt. Beim Cockpit setzt Renault künftig auf ein TFT-Display, das sogar in verschiedenen Modi personalisierbar ist, je nachdem, ob einem der Tacho oder der Drehzahlmesser wichtiger ist und ob die Anzeigen lieber grün, blau oder gelb erscheinen sollen. Ein eher jüngeres Klientel soll auch das Infotainmentsystem R-Link 2 ansprechen. Smartphones lassen sich bequem anschließen und deren Apps auf den Bildschirm spiegeln. Bei den Assistenzsystemen will der französische Hersteller ebenfalls vorne mitfahren. Optio nal stehen Verkehrszeichenerkennung, Spurhaltung, City-Notbremsfunktion und ein Fernlichtassistent in der Preisliste. Was fehlt, ist ein Abstandsradar. „Wir werden dieses im Laufe des Modellzyklus bringen“, versichert Frédéric Posez, Marketing-Vorstand Renault Deutschland. Preislich beginnt der Kadjar bei 19.990 Euro. Der günstigste Diesel kostet 25.290 Euro. Die Allradversion startet bei 29.890 Euro.
CMF-Konzernplattform
Kadjar ist der Bruder des Qashqai
Renault kommt nun – lange nach anderen Herstellern – mit dem Kadjar ebenfalls mit einem Crossover im C-Segment. Erst jetzt nutzt man die Kooperation mit Nissan. Kadjar und Qashqai stehen auf der CMF-Konzernplattform. Renault-Produktmanager Damien Scopel versichert aber, dass 95 Prozent der sichtbaren Teile unterschiedlich sind. Unterm Blech beträgt die Gleichteil- Quote 60 Prozent.