München. Erstmals wurde in der Automobilwoche-Umfrage zur Werkstattausrüstung auch nach Hochvoltmesstechnik gefragt. Die Nachfrage ist hier bislang recht überschaubar. "Wir sind ausbildungstechnisch gerüstet", sagt Wilhelm Hülsdonk, Vizepräsident des Branchenverbands ZDK. Der ZDK habe bundesweit bereits 7200 Mitarbeiter in der Hochvolttechnologie geschult. "Handwerkstechnisch ist das abgearbeitet", sagt Hülsdonk.
Die Investitionen der Betriebe würden vor allem in Fortbildung und Arbeitssicherheit fließen. Die Geräte seien nicht der größte Kostenfaktor. "Es geht vor allem um die Sicherheit", sagt Hülsdonk, "Schutzfunktionen müssen eingehalten werden."
Die Werkstattausrüster machen mit Hochvoltmesstechnik bislang kein großes Geschäft. "Die Fahrzeugpopulation ist noch zu gering", sagt Harald Hahn, Vizepräsident des Branchenverbands ASA. Einen gewissen Bedarf an Messtechnik für diese Fahrzeuge gebe es aber, "zum Beispiel da, wo Isolationswiderstände gemessen werden". Und für die Reparatur von Batterien sei Spezialwerkzeug nötig.
Hartmut Röhl, Präsident des Gesamtverbands Autoteile-Handel (GVA), sieht die Hochvoltmesstechnik ebenfalls "noch nicht in der Renner-Kategorie, aber das wird kommen." Allerdings gebe es großes Interesse an Lehrgängen. "Daraus entsteht dann das Bedürfnis, auch das Gerät zu haben."