Balocco. Nicht viel anders, so sind sich Experten sicher, wird die Situation beim 4C Spider aussehen, den Alfa in diesem Monat an den Start schickt. Er kostet sogar 72.000 Euro. „Weltweit wollen wir dieses Jahr 3500 Einheiten verkaufen, davon 1500 Spider“, sagt Produktmanager Alberto Cavaggioni. Mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens soll dabei auf Europa entfallen. In den USA ist der 4C seit Sommer 2014 auf der Straße. Mit dem nur vier Meter kurzen Sportwagen feierte Alfa im vergangenen Jahr seinen Wiedereintritt in den amerikanischen Markt. Der Grund für die lange Wartezeit der Kunden liegt nicht in der Produktion im Maserati-Werk in Modena, wo beide 4C-Modelle montiert werden, sondern beim Zulieferer Adler Plastica aus Airola bei Neapel. Hier wird das Carbon-Monocoque gefertigt, ein zeitintensiver Prozess. Die maximale Kapazität liegt bei rund 4000 Einheiten pro Jahr. Technisch unterscheiden sich Coupé und Spider nicht. Beide treibt ein von Alfa entwickelter Vollaluminium-Turbovierzylinder mit 1,75 Liter Hubraum und 237 PS an. Der gleiche Motor sitzt auch im Giulietta QV. Geschaltet wird über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Trotz diverser Verstärkungen und dem Einbau einer Klimaanlage stieg das Gewicht des Spider gegenüber dem Coupé nur um 45 auf 940 Kilo. Der Spider ist damit das leichteste Auto in seinem Segment – und offen gewiss auch das lauteste. Denn der Fahrtwind fegt schon bei 150 km/h so heftig über die vergleichsweise kleine Dachöffnung, dass nicht einmal mehr etwas vom kernigen Sound des Motors zu hören ist.
Alfa Romeo 4C Coupé
Kerniges Leichtgewicht
Kaufverhalten ist bisweilen irrational. Während Alfa Romeo seine beiden Volumenmodelle MiTo und Giulietta nur mühsam an den Kunden bringt, scheint bei dem kleinen Sportcoupé 4C Geld keine Rolle zu spielen. Trotz einer über 20-prozentigen Preiserhöhung seit Markteinführung Ende 2013 (Grundpreis jetzt 62.200 Euro) warten Käufer bis zu 14 Monate auf den Carbon-Renner.