München. Mit dem 1,5-Liter-Dreizylinder spielt BMW den Technik-Pionier. Nie zuvor gab es einen solchen Motor in der Premium-Mittelklasse. Wettbewerber wie Mercedes und Audi verneinen bislang solch einen Downsizing-Schritt. BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson sieht dennoch keinerlei Probleme bei der Kundenakzeptanz. „Unser Dreizylinder hat die Leistung eines Vierzylinders und klingt wie ein Sechszylinder“, so Robertson bei der Präsentation des neuen Dreier in München. Weltpremiere haben in der jährlich mehr als 480.000-mal produzierten Baureihe die ebenfalls modularen Benziner B48 (Zweiliter- Vierzylinder) und B58 (Dreiliter- Sechszylinder). Der B48 leistet im 320i 184 PS und im 330i 252 PS. Mit dem Sechszylinder B58 (326 PS) wird aus dem 335i ein 340i. Als sparsamsten Dreier kündigt BMW den 320d Efficient- Dynamics mit einem Verbrauch von 3,8 Litern an (99 Gramm CO2/km). Nächstes Jahr soll eine Plug-in-Hybrid-Variante (330e) folgen, die 35 Kilometer elektrisch fahren kann. Optisch lässt sich der neue Dreier nur auf den zweiten Blick ausmachen. Geändert wurden Frontschürze und Scheinwerfer. Hinten gibt es neue LED-Leuchten, im Interieur bessere Materialien und mehr Chrom. In Sachen Konnektivität ist LTE als schneller Mobilfunk nun Standard. In diesem Jahr feiert die Dreier- Reihe ihren 40. Geburtstag. Seit ¬1975 wurden mehr als 14 Millionen Einheiten gebaut. „Der Dreier ist nicht nur unser Bestseller, sondern auch das meistverkaufte Premium- Fahrzeug überhaupt“, sagt Ian Robertson. Jeder vierte BMW, der heute vom Band rollt, trägt eine „3“ am Heck.
Leichtes Facelift
Dreier künftig auch mit Dreizylindermotor
Zum sogenannten LCI, dem „Life Cycle Impulse“, wie BMW seine Modellpflegemaßnahmen intern nennt, legen die Münchner Autobauer bei ihrem wichtigsten Volumenmodell Dreier den Schwerpunkt auf Effizienz. Neue Einstiegsversion wird der 318i mit dem modular aufgebauten Dreizylinder-136 PS, löst den 316i ab und soll auf einen Verbrauch von nur 5,0 Liter kommen.