München. Gewichtsreduzierungen sind ein Dauerthema. Als Beispiel nennen Valeo-Entwickler die Klimaanlage im Golf VII: Dort misst der Verdampfer nur noch 38 Millimeter, im Golf IV waren es noch 75 Millimeter mit entsprechend höherem Gewicht. Aktuell geht ein Trend weg von Elektromotoren mit Schleifkontakten hin zu bürstenlosen Motoren, die deutlich leichter sind. Erreicht werden zudem Wirkungsgradsteigerungen um fünf bis 15 Prozentpunkte. Bei den Betriebsstrategien werden verschiedene, teilweise schon realisierte Ansätze zur Verringerung des Energieverbrauchs verfolgt. Wenn die Luft im Fahrzeug noch nicht zu „verbraucht“ ist, kann die Klimaanlage auch im Umluft- oder Teilumluftbetrieb arbeiten, sodass nicht ständig frische, aber heiße Umgebungsluft heruntergekühlt werden muss. Geforscht wird auch daran, nur jene Bereiche des Fahrzeugs zu klimatisieren, in denen tatsächlich der Fahrer oder Passagiere sitzen.
Kältespeicher für die Nacht
Ein weiteres Entwicklungsthema liefern die Start-Stopp-Systeme. Stoppt der Motor, arbeitet auch der Klimakompressor nicht. Hier könnten sogenannte Speicherverdampfer Kälte speichern, die ausreicht, um zumindest während kürzerer Stopps die Kühlung aufrechtzuerhalten. Ein Extrembeispiel – allerdings mit anderer Technologie – liefert Valeo im Mercedes-Benz-Truck Actros. In einem mehr als 60 Kilogramm schweren Speicherelement wird während der Fahrt Wasser auf minus neun bis zwölf Grad gekühlt. Das reicht aus, um die Fahrerkabine bei nächtlichen Außentemperaturen von 30 Grad für sechs bis sieben Stunden auf 24 Grad zu kühlen.