München. Bei der sauberen Mobilität will Audi ganz vorn mitspielen, am liebsten gleich die Führungsrolle übernehmen. Die Strategie der Ingolstädter sieht hauptsächlich vier Bausteine vor: Elektrifizierung der Antriebe, klimaneutrale Kraftstoffe, Batterie-Technologie und Ausbau der Infrastruktur.
Mit dem A3 Sportback e-tron hat Audi den ersten Plug-in-Hybrid schon seit Ende 2014 auf dem Markt, der Q7 e-tron folgt Anfang 2016. Danach werden die weiteren Baureihen versorgt. Der nächste Plug-in-Hybrid soll der neue Q5 werden. Parallel dazu soll den Besitzern eines Elektro-Audi mit Stromanschluss ab 2017 das induktive Laden angeboten werden. Die Ingolstädter nennen es Audi Wireless Charging (AWC). Ist das entsprechende Modell mit dem Extra "Pilotiertes Parken" ausgestattet, übernimmt das Auto die Positionierung über der Induktionsplatte selbst.
Potenzial zur CO2-Reduzierung sieht Audi im 48-Volt-Bordnetz, das ebenfalls 2017 serienreif sein soll. Einen Vorgeschmack liefert hier der SQ7 ab nächstem Jahr. Er ist mit einem 48-VoltTeilbordnetz ausgerüstet und benötigt die hohen Ströme für seinen elektrischen Verdichter (EAV) und die elektromechanische Wankstabilisierung (EAWS). Mittelfristig will Audi auch Nebenaggregate wie Pumpen, Kompressoren, Getriebe und Klimaanlage auf die 48-Volt-Technologie umstellen.