Miramas/Frankreich. Beide Werkstoffe sind miteinander verklebt. Das ultraleichte und hochfeste Carbon steckt im Dach, in B- und C-Säule, Schweller und Mitteltunnel. „Wir können sogar den Produktionsprozess in der Lackierung beibehalten“, sagt Florian Schek, Leiter Leichtbau. Auch Fahrwerk und Bremsen wurden massiv erleichtert. „Wir haben uns um jedes kleinste Detail gekümmert“, so Schek. Der Lohn: Im Vergleich zum Vorgänger wiegt der neue Siebener (intern G11/G12) bis zu 130 Kilogramm weniger. Entwicklungschef Klaus Fröhlich: „Die Karosserie stellt das Optimum dar, was derzeit technisch möglich ist.“ Mit der neuen Heckantriebsarchitektur hält auch der neue 3,0-Liter-Sechszylinder B58 Einzug. Zur Markteinführung im Oktober startet BMW mit dem 740i, 740d und 750i. Ein Plug-in-Hybrid (740e) folgt 2016. Ebenso der V12 (760i) sowie ein Vierzylinder-Diesel (725d) und -Benziner (730i). Beim Thema Konnektivität führt BMW erstmals überhaupt im Automobilbau die Gestensteuerung ein. Eine Handbewegung reicht, um etwa ein Telefongespräch anzunehmen oder abzulehnen. Neu im Siebener sind auch die serienmäßige Luftfederung und diverse Fahrerassistenzsysteme, darunter eines, das das Fahrzeug automatisch ausweichen lässt, falls ein anderes seitlich zu nahe kommt. Preise des neuen Siebener will BMW im Juni bekannt geben.
Mischbauweise mit Carbon
BMW Siebener ist leichteste Limousine im Segment
Der Premiumhersteller BMW schlägt neue Wege im Leichtbau ein. Erstmals kombinieren die Bayern bei der Karosserie Carbon mit Stahl.