Frankfurt/Main. Auf der Sonderschau "New Mobility World" geht es am ersten Fachbesuchertag der IAA eher ruhig zu. Ralf Bender, Chef des Parkraum-Dienstleisters Apcoa, zeigt sich mit seinem Messeauftritt dennoch zufrieden.
Herr Bender, auf der IAA geht es eigentlich ums Fahren, nicht ums Parken. Warum stellen Sie hier aus?
Das Parken gehört für viele Menschen zu den Schattenseiten des Autofahrens. Insofern gehören Parken und Mobilität zusammen. Europaweit bewirtschaften wir rund 1,4 Millionen Stellplätze – da können wir schon einen Beitrag leisten, indem wir unser Kerngeschäft mit neuen digitalen Angeboten verknüpfen.
Uns scheint, dass immer mehr Automobilhersteller genau dieses Geschäft selbst machen wollen.
Wir sind im engen Dialog mit den Autoherstellern. Die haben mittlerweile erkannt: Das Parken ist aus Kundensicht ein Problem, das noch nicht zufriedenstellend gelöst ist. Das gilt insbesondere für die Parkplatzsuche. Wir wollen dafür sorgen, dass man künftig jeden Stellplatz über das Smartphone oder die Internetverbindung im Auto finden kann. Damit leisten wir auch einen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz. Aus Studien wissen wir, dass der Parksuchverkehr bis zu 30 Prozent des gesamten Verkehrs in Innenstädten ausmacht.
Es gibt aber doch bereits Apps, die genau das versprechen.
Tatsächlich existieren Hunderte solcher Apps, die aber immer nur einen Teil des Problems adressieren. Was noch fehlt, ist eine umfassende Darstellung aller Parkmöglichkeiten innerhalb einer Stadt. Diese müsste sowohl die Stellplätze auf der Straße als auch die in den Parkhäusern erfassen.