Stuttgart. Auf dem Prüfstand können Testszenarios im Temperaturbereich zwischen minus 40 und plus 60 Grad Celsius simuliert werden, ebenso Steigungen oder Fahrten unter Last. „Wir können beispielsweise eine Fahrt auf den Großglockner ins Labor holen und die Fahrzeuge sowohl im simulierten Sommer- als auch im Winterbetrieb testen“, erklärt Marcel Konrad vom DLR. Hersteller und Zulieferer können ihre Fahrzeuge und Komponenten nach TÜV-Richtlinien prüfen.
Explosionsschutz inklusive
Da die Anlage zusätzlich mit einem Explosionsschutz ausgestattet ist, sind auch Versuche mit Erdgas oder Wasserstoff möglich. „Nicht alle Automobilhersteller verfügen über derart komplexe Prüfstände. Mit unserem Sicherheitskonzept können sie sogar Prototypen testen, die mit Wasserstoff angetrieben werden“, so Konrad. Derartige Versuche erfordern ein hohes Maß an Sicherheit und technischem Know-how, da viele Normen zu beachten sind und gleichzeitig höchste Anforderungen an die Messgenauigkeit gestellt werden. Geprüft werden können Pkw und Kleintransporter mit einem Radstand bis zu vier Metern und einem Gewicht von bis zu 4,5 Tonnen. Simulierbare Maximalgeschwindigkeit: 200 km/h.