Ingolstadt. Beim neuen Audi A4 zeigt sich wieder einmal, wie schnell der optische Auftritt eines Fahrzeugs dessen technischen Qualitäten in den Hintergrund drängen kann. Audi formte für den neuen A4 – intern heißt die Baureihe B9 – zwar jedes Stück Blech neu, und der im Zuge der VW-Dieselaffäre ausgeschiedene Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg betonte bei der Präsentation der Mittelklasselimousine noch unlängst die "einmalige" Ausprägung der seitlichen Sicke sowie zwei weitere Ecken im Single-Frame-Grill. Doch insgesamt ähnelt der Audi A4 doch sehr seinem Vorgänger. Der Neue ist der Alte.
Die Ingolstädter betonen, dass dieser evolutionäre Prozess im Design bewusst so geplant war. Man würde dadurch dem Fahrer des vorherigen Modells nicht das Gefühl geben, ein altes Auto zu bewegen, und könne obendrein die Gebrauchtwagenpreise auf höherem Niveau halten. Für die neuen Audi-Modelle 2016 hat der jetzt verantwortliche Chefdesigner Marc Lichte allerdings einige große Schritte im Design angekündigt.