München. Je vernetzter das Auto wird, desto vielfältiger werden die Aufgaben, die man aus dem Fahrzeug heraus erledigen kann. „Wenn das Auto zum fahrbaren Computer wird, warum soll man es nicht nutzen wie den eigenen Laptop?“, fragt Markus Rinderer. Er ist Vorstandsvorsitzender von Payon und will mit seinem Unternehmen Onlineshopping sicherer machen. Payon ist dabei Knotenpunkt in der Kette zwischen Shop, Kreditkarteninstitut und Bank des Käufers. Hier laufen die Aufträge der Kunden zu einem Bezahlvorgang zusammen. Und von Payon wird auch bestätigt, ob der Bezahlvorgang durchgeführt werden kann. Dazu muss das Konto entsprechend gedeckt sein.
Die Prüfung und Ausführung benötigt nur wenige Sekundenbruchteile. Die Kreditkartendaten der Kunden seien dazu sicher hinterlegt, heißt es von Payon.
Rinderers Payon-Modell wird im Fachjargon als „White Label“ bezeichnet: Banken oder E-Geld-Institute kaufen Dienstleistungen ein und bieten sie unter ihrem eigenen Namen an. Payon liefert dazu die Software und verwaltet die Daten. „Wir sind ein neutraler Verwalter und können dadurch ohne Interessenkonflikte agieren“, sagt Rinderer.
Dieser Markt ist wie gemacht für Hersteller oder Dienstleister, die Geschäftsmodelle mit sicheren Bezahlmodellen anbieten wollen. Dann kann der Fahrer schon auf Einkaufstour gehen, wenn ihn das Auto noch autonom in die Stadt steuert.