Stuttgart. Es sieht nicht nachTotalschaden aus für den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Etwa einDrittel des Mammutprozesses wegen Marktmanipulation gegen ihn ist vorbei - und die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft haben sich bisher nicht erhärtet. Wiedeking wirkt gelassen. Abgeschirmt von seinen Verteidigern sitzt der 63-Jährige schweigend da. Einer von ihnen,Hanns Feigen, stand bereits Fußball-Ikone Uli Hoeneß in dessen Steuerprozess zur Seite.
Seit etwa einemMonat muss Wiedeking immer wieder auf der Anklagebank des Stuttgarter Landgerichts Platz nehmen. Gemeinsam mit dem mitangeklagten damaligen Porsche-Finanzchef Holger Härter soll er 2008 beim Versuch, beim Branchenriesen VW das Steuer zu übernehmen, mit gezinkten Karten gespielt haben. Die beiden bestreiten das vehement. Sie hätten sich nichts vorzuwerfen, sagen sie unisono.