Berlin/München. Immer mehr Hersteller entschließen sich zur Integration von Googles Android Auto oder Apples CarPlay, um Smartphones besser in das Infotainmentsystem der Fahrzeuge einbinden zu können. Als einer der letzten Premiumhersteller hat sich BMW dazu durchgerungen, künftig beide Systeme anzubieten. Zum genauen Startzeitpunkt wollte der Konzern jedoch noch keine Auskunft geben.
Diese Kehrtwende verkündete BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich auf dem Automobilwoche Kongress Mitte September in Berlin. „Auch wir werden CarPlay von Apple und Android Auto von Google in unsere Fahrzeuge integrieren“, so der Topmanager. Im März hatte er noch gesagt: "Wir haben uns intensiv mit Google beschäftigt und sind nicht bereit, die Daten unserer Kunden zur Verfügung zu stellen. Eine Geschäftsgrundlage mit Firmen, die Daten verwenden, ohne die genaue Nutzung zu beschreiben, ist für uns nicht möglich."
Mit diesem Schritt nun beugt sich BMW dem Wunsch seiner Fahrer: "Der Kunde möchte die gleichen Möglichkeiten, die er mit seinem Smart-Device nutzt, auch im Auto wiederfinden."
Die Bedenken, dass fremde Firmen in den Daten der eigenen Kunden wildern könnten, ist aber geblieben. Darum verspricht Fröhlich auch trotz der Integration der beiden Systeme den Schutz aller Kundendaten. "Was wir nicht wollen, ist, dass andere Firmen Zugriff auf unseren Kunden bekommen." Datenschutz werde "mehr und mehr zu einem wesentlichen Differenzierungsmerkmal."